Nichts für Spießer

So, nachdem sie sich immer wieder, egal ob warm oder kalt, als beliebter Imbiss behaupten (der erste Buffetbestandteil, der bei Anderls 30er traurige Gesichter beim Anblick der leeren Schüssel erzeugte 😉 ): Satay Spieße

Das Grundrezept stammt aus dem Kochbuch und Wok- und Pfannengerichte, kann das Buch aufgrund der wirklich guten Rezepte nur empfehlen, und wurde von mir über die Jahre verinnerlicht. Je nachdem was die heimischen Regale gerade hergeben, variieren Zutaten und Menge, weswegen hier (auch wegen Copyright) nur das grobe Rezept kommt:

  1. Ungefähr ein halbes Kilo Fleisch (ich nehme meistens Huhn, aber Rindfleisch spielt die Rolle des Hauptdarstellers sogar noch besser) in möglichst lange und dünne Streifen schneiden. Beim Huhn am besten die Brust in der ganzen Dicke schneiden, zu schmale Streifen sind nicht gut zum auffädeln.
  2. Zum marinieren nehmen wir eine halbe Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen (beides grob gehackt), Chilipulver (je nach gewollter Schärfe dosieren, ich nehme ungefähr 2 TL), brauner Zucker, dunkle Sojasauce, Erdnussöl (je ca. 2 TL), Ingwer, Korianderpulver, evtl. Currypulver, einen spritzer Zitrone,…und mischen es gut durch. Das ganze kommt abgedeckt in den Kühlschrank und darf zwischen 1 Stunde und 1 Tag marinieren.
  3. Fertig mariniert wird das ganze auf Spieße gespießt. Schön im Wellenmuster lecker Fleisch auf den Spieß geben. Die festen Bestandteile der Marinade dürfen dabei gerne übrig bleiben, ansonsten werden diese später in der Pfanne gerne schwarz…
  4. Um beim Braten nachher genug Zeit zu haben, am besten jetzt die Satay-Soße und Reis als Beilage zubereiten. Für die Soße gibt es im Asiamarkt fertige Pulver die mit Wasser aufgekocht und eingedickt eine gute Basis bieten. Ansonsten geschälte Erdnüsse zerkleinern und anrösten, Erdnussbutter (Crunchy), Kokosmilch, Schärfe (Chilis oder Chilipulver) und Salziges (vorzugsweise Fischsauce, aber vorsichtig beim dosieren) hinzugeben und abschmecken. Wenn es zu scharf wird noch ein wenig braunen Zucker dazu.
  5. Nun beginnt die Action in der Pfanne. Man nehme eine große, schwere Pfanne, z.B. eine Gußpfanne oder einen flachen Wok. Eine schwere Pfanne nehm ich her, damit die Hitze nicht so schnell weg ist und nicht nur die Unterseite der Spieße ordentlich Farbe bekommt. Erdnussöl (oder ein anderes Öl das heiß werden darf) in die Pfanne und Power on!
  6. Wenn die Pfanne heiß ist kommen die Spieße rein. In der Regel muss ich für die 500 g Fleisch 2 bis 3 Fuhren machen, da bietet sich natürlich auch die schwere Pfanne an. Da das Fleisch in dünnen Streifen ist und die Pfanne gut heiß sein sollte, können die Spieße schon recht bald mit guter Farbe gedreht werden. Das ganze solange machen, bis alle Spieße fertig sind und am besten sofort heiß servieren…