Schauen wir mal, ob ich doch noch tauchen kann…

Liebes Logbuch,

Da ich jetzt ja Tauchen gelernt hatte und es ja auch weitermachen will, habe ich angefangen mir ein wenig Ausrüstung zu kaufen. Der erste Versuch über eBay einen Lungenautomaten zu ergattern gingen zwar erstmal auf, nur als ich bei der Revision war wurde ich da doch ein wenig zurück geworfen. Der Vorbesitzer („da ist alles trocken, da fehlt sich nichts“) hatte den Regler wohl nicht so gut gepflegt, so dass die erste Stufe voll Wasser war und alles darin korrodierte. Auch die Schläuche hatten dem Alter Tribut gezollt und waren schon recht Spröde. Da der Regler mit das wichtigste für die eigene Sicherheit ist und ich für deutsche Seen auch zwei davon brauche, habe ich mich dann in der Diveworld Geretsried für ein neues Mares Kaltwasserset (MR24T und MR12S mit Abyss-Reglern) entschieden. Mit dem Rest meiner Ausrüstung wollte ich natürlich auch nicht unvorbereitet in Vrsar auf(/ab)tauchen, also musste das ganze mal Vorort getestet werden.

Dafür hatte ich mich an die Diveworld angehängt und bin mit Manu, Michael und Schlumpf an den Walchensee zum Tauchplatz „Galerie“. Manu (wegen einer Bänderverletzung) und Schlumpf (Hunde tauchen nicht so oft :D ) blieben gemütlich in der Sonne, während Michael und ich uns bei 34° C im Schatten und Windstille (die Windsurfer wirkten sehr entspannt, wie sie pflichtbewusst ihre Segel in den nicht vorhandenen Wind hielten…) in 7 mm Neopren + Eisweste zwängten. Danach ging es zu zwei Tauchgängen runter ins kühle Nass, in dem man nach ca. 12 Metern und einer (sonst wohl nicht vorhandenen, aber 26°C Wassertemperatur an der Oberfläche sind sonst wohl auch nicht so üblich für den Walchensee) Sprungschicht auch weiter als 2 Meter sehen konnte. Leider gab es bis auf ein paar Betonblöcke und Eisenbewährung nicht sonderlich viel zu sehen (keine Fische und auch keine Seepferdchen, die hab ich aber auch nicht wirklich erwartet…). Anschließend ging es nochmal kurz ins Wasser um vor der Heimfahrt noch ein wenig abzukühlen…

Dennoch war es eine schöne und neue Erfahrung, in einem Bergsee abzutauchen und ich konnte auch die Erkenntnis mitnehmen, dass ich das ganze noch nicht komplett verlernt hatte und jetzt bereit für Kroatien bin :thumbsup:

Und das beste kommt zum Schluss…

Mein liebes Logbuch,

Nach unserer Ausbildung (OWD , AOWD und Enriched Air) und einigen Deko-Bieren zu unserer Tauchertaufe und Manes Geburtstag ging es für den Sepp und mich noch einmal ins Wasser. Über den Zustand den wir hatten sage ich lieber nichts, aber zumindest war noch ein wenig Blut im Alkohol [9902]

Unsere beiden Tauchlehrer hatten schon ihre sieben Sachen gepackt und warteten nur noch darauf endlich abzuhauen, damit mussten sie aber noch warten bis wir abgetaucht waren. Unser erste eigener Tauchgang ohne Tauchlehrer führte wieder in die Hausbucht (auch hier wieder KEINE Seepferdchen) und raus zur Boje (auf direktem Weg gefunden :thumbup: !), da ein wenig über das Seegras schweifen und zur Halbzeit wieder langsam den Heimweg angetreten. Bis auf dass der Sepp sich auf den letzten Metern unfreiwillig nach oben verabschiedet hatte (was bei 4 Metern jetzt nicht so tragisch war) ging unser erster Tauchgang ohne Probleme zu Ende.

Hier nochmal einen großen Dank an meinen Tauchbuddy Sepp und unsere beiden Tauchlehrer, von denen beim Auftauchen keine Spur mehr zu sehen war…

Da geht noch mehr!

Liebes Logbuch,

Da kommt man eine Woche nach Kroatien um den Open Water Diver zu machen und dann ist man schon nach 3 Tagen fertig :(
Was soll ich dann den Rest der Woche noch machen? Sightseeing in Istrien hab ich 2003 (gut, auf meiner Abschlussfahrt bin ich aus Rovinj nicht wirklich raus gekommen ;)), 2006 und 2007 schon zur Genüge gemacht, und neue antike Ausgrabungsstätten und malerische Altstädte wurden in neuester Zeit nicht mehr gebaut.

Also hängen wir halt noch die Ausbildung zum AOWD hinten dran, kann ja nicht schaden :D . Dazu brauchte ich, zusätzlich zum OWD, fünf Speciality-Tauchgänge. Hier kamen bei mir die folgenden 5 Tauchgänge zustande:

  1. Orientierung – In der Hausbucht einsteigen, die Boje anvisieren und möglichst weit vom Sepp, Michael und Mane wegschwimmen…Sepp und Michael konnte ich gleich zu Anfang durch einen Haken nach Rechts abhängen. Nur Mane konnte ich trotz höchstem Tempo nicht abhängen. Das ich die Boje schön links hab liegen lassen und ich quasi schon fast drüben in Venedig war (soll doch auch ein schöne Städtchen sein?) und ich auch beim Rückweg (zumindest nur knapp) daneben lag hat Mane nicht darin gehindert mir den Tauchgang als bestanden anzuerkennen. Wahrscheinlich hatte er nur keine Lust nochmal soweit hinter mir herhetzen zu müssen :rolleyes: .
  2. Deep – Hier waren wir wieder in Koversada und sind auf 29,7 Meter abgetaucht. Da das ganze an der Steilwand schön runter auf ca. 24 m geht (oder wie weit war das @Mane?) mussten wir nur noch den Rest über die weite Sandfläche runtergleiten. Bei 29 Metern haben wir dann einmal unsere Hand möglichst weit in den Sand gesteckt, damit der Tauchcomputer die 29,7 Meter erreicht hat (so ist es zumindest geloggt).
  3. Trarierung in Perfektion – Wieder ging es in der Hausbucht raus zur Boje. Diesmal haben wir die Boje auch sofort gefunden (wenn man weiß wies geht :whistling: ) und hier haben Sepp und ich uns am Boden austrariert, so das wir (mit den Flossen am Boden) knapp über dem Boden schweben. Hier haben wir nur über das Volumen unserer Lunge unsere Trarierung kontrolliert und durften uns dann 1 kg Blei hin und hergeben. Anschließend wurden wir von Michael zum menschlichen Bouncingball austrariert…eine sehr interessante Erfahrung…
  4. Nachttauchen – Als vierte Speciality kam der Nightdive in der Hausbucht dran. Ausgestattet mit Lampen machten wir uns bei Sonnenuntergang auf den Weg ins Wasser. Da am gleichen Abend auch das Halbfinale der Championsleague (Bayern gegen Barca, Endergebnis 4 – 0 :thumbsup: ) war man doch ein wenig hin- und hergerissen…gerade wo am Vorabend schon Dortmund sich sensationell die Chance auf das Finale erspielt hatte. Da wir aber angetreten waren, um den AOWD zu holen, stürzten wir uns in die dunklen Fluten. Neben ein paar Sepia und einer Flunda (die war doch da, oder?) konnten wir auch hier wieder KEINE Seepferdchen sehen…jetzt also in 6 von 6 Tauchgängen in der Bucht ohne Seepferdchen X( !
      
  5. Bootstauchen – Eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön…da das so ist, haben wir uns am Donnerstag auf den alten Fischerkahn begeben. Mit diesem sind wir raus nach Stureg und Sveta Ivan um die letzte Speciality für unseren AOWD zu holen. Bei ruhiger See schipperten wir gemütlich raus und an Rovinj vorbei und meisterten auch diese Prüfung gekonnt mit unseren Tauchlehrern. Auf dem Rückweg konnten wir in der Ferne sogar Delphine sehen, auch wenn sie nicht wirklich näher kommen wollten.

Nach diesen Tauchgängen waren wir also nun Adavanced Open Water Diver [an 11]

Vielen Dank nochmal natürlich an meine Tauchlehrer Mane und Michael sowie an meinen Tauchbuddy Sepp und seine Elfriede (leider nicht auf dem Bild)!

Der nächste und letzte Punkt auf der Tagesordnung war dann nur noch die Tauchertaufe im Pizza 2000! Aber hierzu gibt es ja schon genug Fotos im Forum, damit Ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt was auf euch zukommt [an 02]
Bilder dazu gibt es hier: Tauchertaufe Sepp und Max

Das Erste Mal untertauchen…

Liebes Logbuch,

Am nächsten Tag war es dann soweit, wir durften ins Wasser. Wir, das waren die beiden Tauchlehrer Mane und Michael, der zweite Tauchschüler Sepp und ich. Nach den ersten Theorieprüfungen ging es über zur Schulung wie wir unsere Tauchausrüstung vorbereiten und anlegen, sowie was wir dabei unbedingt vermeiden sollten (stehende Flasche, Sachen Abends draussen vergessen, dem Tauchlehrer widersprechen [g109] …). Hier muss ich sagen, alles TOP erklärt. Ich hab sogar letzte Woche bei meinem ersten Tauchgang nach Vrsar noch fast alles richtig gemacht ;).

Hier startete also unsere langwierige Ausbildung zum PADI Open Water Diver mit seinen Höhen (meistens beim unbeabsichtigten aufplopen an die Oberfläche) und Tiefen (wenn es danach ungebremst wieder auf den Grund ging). Aber trotz dieser Aufs und Abs war am Dienstag nach unserem Tauchgang in Koversada auf 18 m (fast) alles OK!

Ich kann zumindest behaupten, dass ich mir an dem Kurs die Zäne ausgebissen habe [w28]
Ich hatte übrigens trotz der großen Versprechen von Mane kein einziges Seepferdchen gefunden. Dafür durfte Sepp schon früh die Bekanntschaft mit der Seegurke Elfriede beginnen…

Nächster Stop: Under the sea…

Mein liebes Logbuch,

Nach besagtem Telefonat mit diesem seltsamen Tauchlehrer, Mane war sein Name, kam dieses schöne und neumodische PADI-Tauchlehrbuch. Mit ein wenig Vorbildung aus Leistungskurs Sport und dem Ingenieursstudium quälte ich mich dann durch den 250 Seiten Bestseller. Da hier vieles bekannt war und vieles schon sehr einfach gehalten war (es soll ja immerhin auch jeder verstehen können) war ich kurz vor dem Urlaub dann doch durch mit dem theoretischen Tauchen. Da ich dadurch ja schon „fast“ alles konnte, musste ich ja quasi nur noch in Vrsar ins Wasser springen und hätte mein Brevet…also eben noch in letzter Minute doch eine schicke Unterkunft in der Vor-Vorsaison reserviert (Anfang Mai ist halt noch nicht wirklich alles wieder offen) und ab mit dem Auto in die Appartmentanlage Belvedere!

Da wir sehr früh losgefahren sind (Mane und Michael waren sogar noch ein paar Stunden vorher los) kamen wir fast ohne Stau (an der Grenze dauerte es ein wenig…) nach knapp 6 Stunden in Vrsar an. Da um 11 Uhr leider noch kein Check-In möglich war, haben wir uns doch getraut meine Tauchlehrer persönlich kennen zulernen und bin mit meiner Freundin runter zur Starfish-Tauchbasis. Hier konnten wir an Mane auch recht schnell anhand seines Facebookfotos identifizieren (es wären auch nicht all zuviel Alternativen da gewesen ;) ) und hatten uns zu ihm und Michael (der war mit der Trockenlegung seines nicht ganz so trockenen Trockenanzugs beschäftigt – da war wohl ein bisschen zuviel Wasser im Bündchen) gesetzt. Die Idee doch noch eben vor diesen Chaoten zu fliehen war sehr verlockend, aber irgendwie wie hatten wir uns doch durchgerungen ;).

Da der zweite wissbegierige Schüler mit seinem Moped im Tauerntunnel noch auf den Pannenservice warten musste, wurde ich erstmal mit diesen schönen Utensilien zum Tauchen ausgestattet. Sehr Figurbetonende Anzüge…sehr schick [T4] [T1] [T3]

So war ich jetzt voll ausgestattet und harrte der Dinge die da kommen mochten…

Aussicht über die Apartmentanlage Vrsar. Wir hatten ein Apartment in der ersten Reihe zum Meer gebucht…sehr schöne Aussicht!

Der Weg aus dem heimischen Wohnzimmer ins kühle Nass

Computerlogbuch der Enterprise
Sternzeit 6334,1
Captain Kirk….ne…das war doch irgendwie anders?

Mein liebes Logbuch,

Da ich hier dieses doofe Blogsystem angeleiert habe, werde ich wohl auch irgendwann mal was schreiben müssen. Also fangen wir einfach mal ganz am Anfang an, im Februar 1983: Meiner Geburt – und springen ganz schnell 30 Jahre weiter zu meinem Einstieg in die Unterwasserwelt. Zu meinem 30. Geburtstag bekam ich von meiner Freundin einen Gutschein für einen Tauchkurs geschenkt. Wie, was und wo war noch nicht näher definiert, konnte also noch von mir nach meinen Vorlieben gewählt werden. Ob sie aber von einem Ausflug auf die Malediven angetan gewesen wäre, wage ich eher zu bezweifeln.
Über eine Bekannte im Fotoclub Murnau hatte sie noch von irgend so einem Tauchlehrer gehört, der einen seltsamen Verein aufgemacht hatte und der wohl ziemlich seltsam sein sollte. Geht wohl bei 17°C Wassertemperatur noch mit Shorty ins Wasser, total Verrückter [9902] . Diesen besagten Tauchlehrer hat meine Freundin dann angerufen und ihn dann im Verlauf des Gesprächs auch an mich weitergegeben. Der hatte mir dann ein wenig über das Tauchen und den Kurs erklärt, wie es abläuft, wie es da ist im Küstenstädtchen Vrsar und das da in der Bucht bei 9 von 10 Tauchgängen Seepferdchen rumschwimmen und er sie mit mir sehen würde.
Bei solchen Versprechungen fiel mir die Entscheidung nicht sonderlich schwer, immerhin sollte ich Seepferdchen sehen :thumbsup: , und so hab ich ihm zugesagt, beim Chef Urlaub beantragt und auf das Lehrbuch gewartet…