Film- & TV-Blogparade aber im Buch steht das ja ganz anders drin

Thema Nummer 8, die Oscars, werden ausgelassen. Dazu interessieren die mich wirklich einfach zu wenig. Machen wir weiter mit dem Thema Nummer 9 von Rikes Blogparade Film- & TV: Literaturverfilmungen

Literaturverfilmungen sind ein schwieriges Gebiet. Hier können Filme durch die gute Buchvorlage denke ich schon große Zuschauermengen bewegen ins Kino zu gehen. Aber es kann durchaus vorkommen, dass diese von der Umsetzung auf Leinwand dann doch recht enttäuscht werden.

Mit gemischten Gefühlen bin ich zum Beispiel aus der Herr der Ringe Trilogie raus gegangen. Natürlich hat die Verfilmung von Peter Jackson filmerisch sehr gute Qualität und kann durch teils gut besetzte Charaktere das Feeling Mittelerde auch auf die Leinwand bringen, aber als Fan der Buchvorlage wird man dann halt doch irgendwie enttäuscht.

Enttäuscht wird man zum Beispiel wenn Sachen weg fallen wie der gute alte Tom Bombadil und die Hügelgräber, die doch eigentlich einen recht großen Einfluss auf die Geschichte haben. Noch mehr enttäuscht wird man, wenn plötzlich eine Arwen von einer Randnotiz im Buch zu einer Hauptrolle erhoben wird, die alleine gegen die schwarzen Reiter kämpft und Frodo auf den letzten Metern nach Bruchtal rettet. WIESO BITTE SCHÖN? Ja, sie schaut ja nicht schlecht aus, aber wieso muss sie auf einmal eine so große Rolle spielen? In der Buchvorlage gibt es genug starke weibliche Rollen wie Galadriel und Éowyn, da muss man Arwen nicht so zur Heldin hochpuschen! Oder aber so Szenen in denen Legolas sich ein Schild schnappt und auf einmal Silver-Surfer spielt.

Wie gesagt, auch wenn es tolle Filme waren, so war ich doch ein wenig enttäuscht über kleine und große Vergehen an der Buchvorlage, auch wenn einige sicherlich einfach nötig sind um ein Buch verfilmbar zu machen. Das ist denke ich immer ein Spagat zwischen eigener Einbringung des Regisseurs und Abschreckung der Fans der Buchvorlage. Das kann gut gehen, geht aber denk ich ab und an auch in die Hose.

Gespannt bin ich in dem Fall, wie Jackson den Hobbit umsetzen wird. Gerade weil es sich ja eigentlich um ein Kinderbuch handelt und es vom Umfang halt auch nicht die Ausmaße eines Herr der Ringe erreicht, wird es interessant zu sehen wie der Inhalt in zwei Teile aufteilen lässt. Ich hoffe Jackson bringt ein tolles Gefühl von MIttelerde auf die Leinwand…