Malta 2013 – Um El Faroud und Blue Grotto

Die nächsten Tauchgänge führten uns an die Südküste Maltas. Mit allen drei Transportern machten wir uns auf zur Inselüberquerung im Berufsverkehr. Ziel war die blaue Grotte in der Nähe von Zurrieq. Da der letzte Transporter mit meiner Ausrüstung wohl ein Umweg gewählt hatte musste meine Gruppe mit dem Tauchen ein wenig länger warten, was aber durch das schöne Wetter doch erträglich war 😉

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Um El Faroud

Unser erster Tauchgang führte an das Wrack der Um El Faroud. Die Um El Faroud ist ein Tanker der bis 1995 zwischen Italien und Libyen pendelte. Als sie in Malta im Trockendock lag wurde sie durch eine Explosion zum Totalschaden. 1998 wurde der Tanker vor der Küste in der Nähe der blauen Grotto versenkt um fortan Tauchern eine neue Attraktion zu bieten (Beschreibung).

Wir tauchten auf 15 Metern Tiefe den Weg raus zum Wrack. Unterwegs konnten wir in einiger Entfernung Schwärme von Barracudas sehen, einer war sogar mal ziemlich nahe bei uns.

Weiter ging es runter zum Wrack auf 30 Metern, wo wir den vorderen Teil des Tankers erkundeten.

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Felsküste an der blauen Grotte

Der zweite Tauchgang führte uns entlang der Felsküste. Hier sind wir auf einen Knurrhahn gestossen, sahen wieder Barracudas, sind an einem Denkmal mit Taucherhelm vorbeigekommen und konnten kurz eine freischwimmende Muräne sehen. Auch einen Oktopus konnten wir in seinem Versteck beobachten. Ansonsten waren wieder Schwärme von kleinen Fischen an den Felswänden unterwegs.

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Malta 2013 – Checkdive an Cirkewwa Point und P29

Angekommen auf Malta stand der erste Termin schon fest…Montag, 8:15 werde ich am Hotel abgeholt. Nach einem schnellen englischen Frühstück ging es dann flott runter zur Tauchbasis. Hier wurden die typischen Aufgaben vor dem ersten Tauchgang erledigt: Anmeldung an der Basis, Gesundheitssachen ankreuzen, Kontrolle der Brevets, Kiste bekommen, Ausrüstung checken und verstauen…

Danach ging es auch schon los. Zusammen mit Zach und einem weiteren Taucher der seine ersten Tauchgänge auf Malta machte, ging es an den Cirkewwa Point (hier geht auch die Fähre nach Gozo), nur wenige Minuten mit dem Auto von der Basis entfernt. Wie immer wurden dann zwei Tauchgänge durchgeführt:

Cirkewwa Point – Sugarloaf

Der erste Tauchgang zum ausbleien und eingewöhnen ging über das Riff (ich glaube das müsste Sugarloaf entsprechen, wäre zumindest in der Übersichtskarte ungefähr so 😉 ). Vom Eingangspunkt geht es nach links über das Riff, nach unten an großen Felsen vorbei, über weitere Felsen und dann ein wenig höher wieder zurück.

Da Mane mit uns noch keine Fischkunde gemacht hat, fallen genaue Beschreibungen der Fischwelt leider aus :P. Gleich zu Anfang konnten wir aber einen Zackenbarsch (zumindest hab ich den jetzt auf dem Video gesehen, das schneiden braucht noch etwas Zeit und erstmal das richtige Programm) und ein Oktopus. Da ich meine neue GoPro Hero 3 black edition hier aber das erste mal benutzt habe sind hiervon leider keine Fotos vorhanden, jedoch im Video kann man die beiden zusammen erkennen.

Kurz darauf sind wir auf einen Drachenkopf gestossen und ansonsten wimmelte es von kleinen Fischen. Die Menge an Fischen ist deutlich größer als in Kroatien.

Was sonst noch auffällt im Vergleich zu Vrsar sind die Sichtweiten. Auf Malta hatte ich keinen Tauchgang bei dem schlechte Sicht war. Dadurch wirken die Felsformationen noch weitaus eindrucksvoller.

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Cirkewwa Point – P29

Nach der Oberflächenpause ging es vom gleichen Punkt aus wieder los. Diesmal in Richtung des Wracks P29, einem Minenräumboot (Beschreibung). Im inneren des gut zu betauchenden Wracks sind wir auf einen großen Drachenkopf gestossen.

Beim Fotos machen mit der GoPro musste ich im Nachhinein festellen, dass die Beleuchtung noch einiger Optimierung bedarf. Auch wenn die GoPro relativ gut mit wenig Licht auskommt (im inneren einen Wracks in 35 Metern Tiefe ist es doch schon relativ duster) rauscht sie doch teils gewaltig. Wenn man die Objekte dann mit den Spots der Taschenlampe beleuchtet kann man meist leider nur einen hellen Punkt erkennen. Auch ist das Führen von Lampe und Kamera gleichzeitig eher unpraktisch, da muss ich mir noch eine bessere Lösung ausdenken.

Das Wrack war sehr gut zu betauchen und zurück auf dem Deck ergaben sich mit dem MG, den Aufbauten, den vielen Fischen und der Sonne von oben tolle Fotomotive. Auch hatte ich hier den Rotfilter ausprobiert, der einiges an Nachbearbeitung überflüssig macht (beim ersten Tauchgang hatte ich den Filter noch im Rucksack vergessen).

Zurück am Ausgangspunkt lockten wir während unseres Sicherheitsstopp mit dem Reiben von Steinen noch etliche Fische an, wodurch auch ein paar schöne Nahaufnahmen entstanden.

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Malta 2013 – Seashell Divecove

Machen wir einen kleinen Anfang und unternehmen einen Ausflug in meine Tauchbasis. Über die Hotelseite und taucher.net bin ich auf die Seashell Divecove aufmerksam geworden, ein schöne Tauchbasis direkt am Meer in Mellieha Bay. Die Basis wird von Hubert Borg geleitet, der zusammen mit seiner Familie und erfahrenen Tauchlehrern für einen wirklich reibungslosen Ablauf vor, nach und während den Tauchgängen sorgt.

Seashell Dive Cove

Im vorraus hatte ich mich per Email an die Basis gewendet und wurde umfassend über Angebote und Bedingungen vor Ort informiert. Um auch ja nichts auf den Inseln zu verpassen habe ich gleich vorab das „Best of the 3 Islands“ Paket gebucht, in dem 4 Landtauchgänge Malta, 2 Landtauchgänge Gozo und je 2 Bootstauchgänge um Malta und bei Comino im Preis von 285 € dabei sind.

Der Service ist hervorragend! So wurde ich an jedem Tauchtag in der Früh am Hotel abgeholt und nach den Tauchgängen auch wieder abgeliefert. Hier nochmal einen besonderen Dank an meinen häufigsten Taxifahrer, Josef!

DCIM103GOPROAuch sonst ist alles auf der Basis bestens organisiert. Die Transporter werden schnell beladen, es gibt getrennte Reinigungsbecken für Anzüge, Jackets und sonstiges Equipment, Aufhängemöglichkeiten, Platz für die Taucherkiste, das Boot liegt direkt vor der Haustür vor Anker…alles TipTop!

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Malta 2013 – Abtauchen im Mittelmeer

Urlaubsreif

Es war wieder mal soweit…die Schüler müssen nach den Sommerferien wieder zurück zur Schule und der Herbst vertreibt langsam mit goldenen Blättern, Nebelschwaden und kalten Nächten die letzten Anzeichen des Sommers. Endlich ist die große Feriensaison mit ihren horenden Preisen vorbei und man kann sich wieder entspannt in die südlichen Urlaubsregionen aufmachen. Aber wohin soll es den nun gehen?

Nachdem ich im Mai ja mit dem Tauchen angefangen habe und doch eine gewisse Begeisterung für diesen Sport aufbringen kann wäre die Möglichkeit zum Tauchen nicht zu verachten. Es sollte dann natürlich noch angenehm warm sein, vielleicht auch noch ein wenig Kultur (ich bin ja nicht allein unterwegs 😉 ) und am besten noch etwas wo wir noch nicht waren. Dazu soll es natürlich noch günstig sein, und und und…

Nachdem wir dann Stundenlang die Reisekataloge der Mittelmeerregionen, Balearen, Kanaren und Azoren durchstöberten, uns zwischenzeitlich auf die verschiedensten Regionen festlegten, Hotels aussuchten, Bewertungen und Angebote verglichen und alles wieder verworfen hatten, einigten wir uns auf Mallorca und waren mit einer Liste an möglichen Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Weg ins Reisebüro um endlich den Urlaub zu buchen. Als wir das Reisebüro verlassen hatten ging die Reise nach MALTA!

Malta – was ist das eigentlich?

Malta

Wir hatten jetzt also gebucht: 12 Tage im 4-Sterne Hotel Solana in Mellieha auf Malta. Malta ist als kleinster Mitgliedsstaat der EU und ehemalige britische Kolonie gerade nach unserem England-Trip im April ziemlich vertrautes Terrain. Die englischen Einflüsse machen sich neben dem Linksverkehr und Englsich als zweiter Amtssprache besonders auch durch englischen Touristen und kulinarischer Prägung bemerkbar (ob das so gut ist kann jeder für sich beeurteilen).

Unser leider doch sehr verschlafene und langweilige Ferienort Mellieha (durch unsere spontane Entscheidung für Malta als Reiseziel hatten wir uns davor nicht wirklich darüber informiert, wo wir da landen würden) liegt im nördlichen Bereich der Hauptinsel Malta, nur wenige Kilometer von der Fähre nach Gozo entfernt. Von der Größe (besonders die Fläche) sollte Mellieha aber die Hauptstadt Valletta übertrumpfen, die sich auf einer Halbinsel mit 600 x 1000 Metern mit kleinen Gassen, einer Kathedrale, Stadttoren und Palästen zwängt.

Ansonsten findet man auf Malta schlechte Straßen (ausser die Teilabschnitte die durch EU-Mittel ausgebessert wurden, worauf überall mit Hinweistafeln aufmerksam gemacht wird), viel Trockenheit, teils überklimatisierte Linienbusse (die Wochenkarte ist mit 12€ günstig, dafür halten die Busse jedoch an fast jeder Kreuzung), alte Kirchen, seltsame Umzüge, typischen Souvenirläden, Silberwerkstätten und Restaurants mit relativ ähnlichen Speisekarten. Für meine Reise war aber das entscheidende womit das ganze umgeben wurde: ein Meer mit Riffen, Höhlen, Wracks,…

Abtauchen im Mittelmeer

An insgesamt 6 Tagen habe ich jeweils zwei Tauchgange an tollen Tauchplätzen um Malta, Gozo und Comino gemacht. Ausgangspunkt war die Seashell Divecove in Mellieha Bay und auf den Tauchgängen sind tausende Fotos und mehrere Stunden Videomaterial zusammen gekommen. Da es den Umfang eines Eintrages doch deutlich übersteigen würde, werde ich die Tauchtage in einzelne Blogeinträge aufteilen.

Jetzt fange ich aber erstmal an den Medienwust den ich produziert habe zu durchstöbern…

Traunfall 2013

Auf ging es zum nächsten Tauchausflug mit dem Meerwasser e.V.. Ziel dieses mal war das Nachbarland Österreich, genauer der Traunfall. Hier konnten wir auf der Basis vom Franz (Atlantis Qualidives) das TraunPur-Paket ausnutzen (ein Tauchgang mehr wäre zwischendrin schon noch gegangen, aber das hat organisatorisch dann doch nicht so ganz hingehauen).

Angefangen hat das ganze mit einem Briefing vom Chef persönlich (unsere beiden Fotofreaks Matze und Konstantin suchen wahrscheinlich noch immer im Wörterbuch?) und anschließendem Aufbruch zur Schnorcheltour. Die war richtig geil! Nach einem Fussmarsch hinter das Kraftwerk ging es 4 Meter runter mit einem Sprung ins kühle Naß. Danach war treiben angesagt, und das macht wirklich Spaß. Viele Fische, viel zu viele Krebse, Höhlen, Stromschnellen, kristall klares Quellwasser, schöne Felsformationen,…tolles Erlebnis das jeder mal machen sollte!

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Scuben in der Traun

Nach dem teils „wilden Ritt“ ging es mit dem Auto zurück zur Basis, wo wir uns dann auf den nächsten Tauchgang vorbereiteten. Diesmal stand die Inselumrundung an. Da Jan gerade auf dem Weg zum Divemaster ist (er sollte da im Divers Aufkirchen gerade die letzten Prüfungen machen?) durfte/musste er die Gruppe bei dem Tauchgang führen. Dabei verfehlten wir gleich mal den Canyon und verloren die Mane und Sepp irgendwo unterwegs. Jan machte sich dann, wir hatten die gesuchte weiße Leine irgendwie nicht so wirklich gefunden (oder vielleicht einfach nur falsch interpretiert ;)), auf die Suche nach den anderen, während Stefan und ich uns die Zeit mir Rock-paper-scissors-lizard-Spock vertrieben. Nach erfolgreichem Suchkommando fanden wir Mane und Sepp an der alten und überschwämmten Brunnenanlage wieder. Bei der kalten Quelle konnte ich mit meinem Tauchcomputer leider keine Tiefst-Temperatur messen, da hatte ich vielleicht doch zu kurz die Hand reingehoben? Nach einigen Fotos an den Gebäuden machten wir uns weiter auf den Rückweg und konnten in einem Baum noch einen riesen Hecht sehen (wie groß war er @Stefan?). Auch ein sehr schöner Tauchgang.
Da es zeitlich alles ein wenig durcheinander ging hatten wir nur noch für den Longtrail Zeit. Dafür wurden wir ein paar Kilometer Flussaufwärts gekarrt. Nachdem wir uns im Wald bei ein paar Wanderern nach dem Weg erkundigt hatten (natürlich in voller Tauchmontur) schaften wir die 200 Meter runter zur Traun und freuten uns verschwitzt aufs Kühle Naß. Hier ging es am rechten Ufer entlang an den alten Flößeranlagen. Hier gab es etliche Krebse, ein paar wenige Fische und herrliche Ausblicke nach oben! Wirklich eine wundervolle Landschaft die durch die Sonne und den Blick von unten wunderbare Bilder erschafft. Da wir auch hier wieder ein wenig auseinander gezogen wurden, durften Stefan und ich uns wieder unsere Zeit vertreiben, diesmal aber ohne Bilder und Videos.

Da meine Kamera schon beim rausnehmen aus der Taucherkiste ankündigte, dass der Akku alle ist, gibt es von mir diesmal keine Bilder. Da wir aber zwei top ausgerüstete Taucher dabei hatten, bin ich frohen Mutes, dass da noch einige tolle Bilder kommen! War ein toller Ausflug!

PS(epp): Sepp, da erwarte ich nächstes mal ein wenig Eigenwerbung von dir, damit ich dich doch wieder als Tauchbuddy nehme :D
PS(eehaserl): Liza, ich bin am überlegen ob wir die Manipulation bei eurer Maledivenreise vielleicht doch anders machen, und ich mit Stefan fliege :D?

Vrsar im August 2013

Liebes Logbuch,
Bevor es morgen auf zum nächsten Abtauchen geht, wollte ich zumindest mal mit einem Eintrag über den Vereinsausflug im Sommer angefangen haben.

Tag 1:

Den Startpunkt der Reise setzen wir einfach mal an den Friedhof in Piding, zirka 3 Uhr in der Früh. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon 2 Stunden fahrt und einen Hamburger bei Burger King hinter mir, aber zu dieser Zeit habe ich mich mit Sepp auf den Weg gemacht. Die Reise ging ohne Verkehrsstaus und sonstige Vorkommnisse gemütlich durch, so das wir kurz vor 9 in Vrsar durch den Campingplatz zur Starfish kurvten.
Hier konnten wir unseren ersten Reisegefährten begrüßen: der arme kleine Rob saß alleingelassen an der Basis und schmökerte in einem Buch. Zugehörigkeit und Name konnten wir schnell am neuen Vereinsoutfit erkennen :D
Pünktlich wie immer erschien dann auch Mane und der Rest der Gruppe (die halbe Stunde Verspätung nutzten wir einfach zum Einchecken in die Basis und das Begrüßen der bekannten Gesichter aus dem Mai) und bereiteten uns auf den ersten Checkdive in der Hausbucht vor.
Nachdem Mane schon am Vortag sein erstes Pferdchen entdeckt hatte wurden wir auch bei meinem ersten Tauchgang fündig. Was mir so im Nachhinein noch einfällt, die Pferdchenbiere schulde ich dir noch, Mane :D! Bekommst dann morgen nach dem Flußtauchen deine beiden Dekobiere (So, das hab ich natürlich auch wieder vergessen ;) dafür hab ich allen anderen ein Bier gebracht…). Aber wieder zurück zum ersten Tauchgang. Hier konnte ich meine eigene Ausrüstung nach dem Walchensee auch mal im Salzwasser testen. Sepp hatte mit seinem Lungenautomat nicht ganz soviel Erfolg und musste auf einen Regler der Basis zurückgreifen. Mein Shorty konnte mich auch überzeugen, es ist einfach einfach den Shorty anzuziehen und man schwitzt an Land nicht gleich so wie im Halbtrockenanzug. Um wieder zum Pferdchen zu kommen, das war natürlich das Highlight des Tauchgangs. Neben dem Pferdchen war es schön auch mal wieder im wärmeren Wasser zu tauchen und die sonst etwas kargere Fauna des Mittelmeers zu begutachten.
Meine Kamera hab ich dann nach dem Mittagessen beim Schnorcheln das erste Mal ausprobiert. Und für die 100 € bei eBay macht die Kamera doch ganz ordentliche Bilder. Beim Schnorcheln ging es mehrmals durch Fischschwärme. Danach ging es raus zu unserem ersten Bootstauchgang. Hier ging es an die Römerbucht. Die Sicht war eher Solala und durch Staubwand auf der einen und Strömung auf der anderen Seite waren wir nach 30 Minuten auch schon wieder am Boot.

Nach dem Tauchgang ging es dann mal für Sepp und mich zum Einzug ins Zimmer. Da im eigentlich gebuchten Hotel Petalon schon alle Plätze unserer Kategorie vergeben waren, wurden wir ins Belvedere umquartiert, was jetzt nicht wirklich ein Nachteil ist. Toller Blick vom Balkon, der sich besonders am Samstag auszahlen sollte :D.
Mit einer kurzen Stärkung im Pizza2000 ging es zum Tagesabschluss nochmal in die Hausbucht zum Nachttauchgang. Hier fanden wir wieder ein Seepferdchen, Congar Aale (kleine freischwimmend, große in Höhlen), Sepia, Seespinnen, Krebse und Garnelen. Ich hatte am Anfang die Fluo-Lampe von Mane bei mir, nur mit der großen Gruppe war es schwer die Wirkung des Schwarzlichts vollkommen auszunutzen. Deswegen verweise ich hier einfach mal auf die Bilder von Barbara und Matthi, die sich die Lampe für Freitag dann ausgeliehen hatten. Nach dem Tauchgang und dem obligatorischen Dekobier gingen wir dann erschöpft ins Bett um für den nächsten Tag wieder Energie zu sammeln…

Tag 2:

Der nächste Tag begann mit dem Besuch der Nackerden in Koversada. Im Vergleich zum Frühjahr war hier deutlich schlechtere Sicht, so dass der Tauchgang nicht wirklich aufregend war. Die Aussicht über Wasser war jetzt auch nicht so prickelnd, dass diese erwähnenswert wäre.
Mittags ging es wieder zum Schnorcheln und am Nachmittag ging es raus mit dem Boot nach Lunga. Hier hatten wir wieder bessere Sicht als in Koversada, aber auch hier lies die Auswahl an Fischen doch noch viel Luft nach oben.

Tag 3:

Am letzten Tauchgang stand wieder einiges auf dem Programm. Angefangen mit zwei Buchttauchgängen mit Navigationsübungen (beim nächsten mal tauchen wir Rob besser nicht mehr hinterher ;D) konnte ich mein erstes eigens gefundenes Seepferdchen in mein Logbuch schreiben…strike! Das sind wirklich tolle Viecher, auch wenn sie wahnsinnig schwer zu finden sind. Dann hatten wir noch ein tolles Tier, ein Seehaserl :D (nicht dich, Liza, auch wenn du natürlich auch toll bist :rolleyes: !) von dem ich auch ein schönes Video gemacht habe.

Nachmittags ging es dann raus zur Insel Banjole wo es schöne Bögen zum durchtauchen und eine Höhle ins innere der Insel gibt, wirklich ein toller Tauchplatz. Von den beim Anlegen massig anwesenden Qualen konnte ich nachher zumindest noch von einer ein Bild machen. Die schauen schon auch irgendwie toll aus :D
Zum Abschluss des Tages und des Tauchurlaubs ging es noch zum Nachttauchen, wo wir wieder Congar Aale, Sepias und sogar ein paar Hummer entdeckten. Nur das mit dem Ziel finden hat der Sepp am Ende nicht mehr ganz so hinbekommen, bei den Booten wären wir doch ein wenig falsch gewesen ;).

Tag 4:

Zum letzten Tag gibt es nicht mehr viel zu sagen, außer das dieser länger als geplant war. Mit stolzen 12 Stunden von Vrsar bis nach Huglfing (auf der Hinfahrt waren es glaub ich mit Pause nur 6 Stunden?) werde ich wohl wieder wie bisher die Hauptsaison meiden. Vrsar war trotzdem wieder ein toller Urlaub und ich hab wieder einige tolle Menschen getroffen! Ich hoffe ich sehe davon wieder einige im Mai in Vrsar?

Von links: Mane, Sepp, Seehaserl, Rob (der große hinten), Schlumpf, Ich und Uwe…auf ein neues!

Schauen wir mal, ob ich doch noch tauchen kann…

Liebes Logbuch,

Da ich jetzt ja Tauchen gelernt hatte und es ja auch weitermachen will, habe ich angefangen mir ein wenig Ausrüstung zu kaufen. Der erste Versuch über eBay einen Lungenautomaten zu ergattern gingen zwar erstmal auf, nur als ich bei der Revision war wurde ich da doch ein wenig zurück geworfen. Der Vorbesitzer („da ist alles trocken, da fehlt sich nichts“) hatte den Regler wohl nicht so gut gepflegt, so dass die erste Stufe voll Wasser war und alles darin korrodierte. Auch die Schläuche hatten dem Alter Tribut gezollt und waren schon recht Spröde. Da der Regler mit das wichtigste für die eigene Sicherheit ist und ich für deutsche Seen auch zwei davon brauche, habe ich mich dann in der Diveworld Geretsried für ein neues Mares Kaltwasserset (MR24T und MR12S mit Abyss-Reglern) entschieden. Mit dem Rest meiner Ausrüstung wollte ich natürlich auch nicht unvorbereitet in Vrsar auf(/ab)tauchen, also musste das ganze mal Vorort getestet werden.

Dafür hatte ich mich an die Diveworld angehängt und bin mit Manu, Michael und Schlumpf an den Walchensee zum Tauchplatz „Galerie“. Manu (wegen einer Bänderverletzung) und Schlumpf (Hunde tauchen nicht so oft :D ) blieben gemütlich in der Sonne, während Michael und ich uns bei 34° C im Schatten und Windstille (die Windsurfer wirkten sehr entspannt, wie sie pflichtbewusst ihre Segel in den nicht vorhandenen Wind hielten…) in 7 mm Neopren + Eisweste zwängten. Danach ging es zu zwei Tauchgängen runter ins kühle Nass, in dem man nach ca. 12 Metern und einer (sonst wohl nicht vorhandenen, aber 26°C Wassertemperatur an der Oberfläche sind sonst wohl auch nicht so üblich für den Walchensee) Sprungschicht auch weiter als 2 Meter sehen konnte. Leider gab es bis auf ein paar Betonblöcke und Eisenbewährung nicht sonderlich viel zu sehen (keine Fische und auch keine Seepferdchen, die hab ich aber auch nicht wirklich erwartet…). Anschließend ging es nochmal kurz ins Wasser um vor der Heimfahrt noch ein wenig abzukühlen…

Dennoch war es eine schöne und neue Erfahrung, in einem Bergsee abzutauchen und ich konnte auch die Erkenntnis mitnehmen, dass ich das ganze noch nicht komplett verlernt hatte und jetzt bereit für Kroatien bin :thumbsup:

Und das beste kommt zum Schluss…

Mein liebes Logbuch,

Nach unserer Ausbildung (OWD , AOWD und Enriched Air) und einigen Deko-Bieren zu unserer Tauchertaufe und Manes Geburtstag ging es für den Sepp und mich noch einmal ins Wasser. Über den Zustand den wir hatten sage ich lieber nichts, aber zumindest war noch ein wenig Blut im Alkohol [9902]

Unsere beiden Tauchlehrer hatten schon ihre sieben Sachen gepackt und warteten nur noch darauf endlich abzuhauen, damit mussten sie aber noch warten bis wir abgetaucht waren. Unser erste eigener Tauchgang ohne Tauchlehrer führte wieder in die Hausbucht (auch hier wieder KEINE Seepferdchen) und raus zur Boje (auf direktem Weg gefunden :thumbup: !), da ein wenig über das Seegras schweifen und zur Halbzeit wieder langsam den Heimweg angetreten. Bis auf dass der Sepp sich auf den letzten Metern unfreiwillig nach oben verabschiedet hatte (was bei 4 Metern jetzt nicht so tragisch war) ging unser erster Tauchgang ohne Probleme zu Ende.

Hier nochmal einen großen Dank an meinen Tauchbuddy Sepp und unsere beiden Tauchlehrer, von denen beim Auftauchen keine Spur mehr zu sehen war…

Da geht noch mehr!

Liebes Logbuch,

Da kommt man eine Woche nach Kroatien um den Open Water Diver zu machen und dann ist man schon nach 3 Tagen fertig :(
Was soll ich dann den Rest der Woche noch machen? Sightseeing in Istrien hab ich 2003 (gut, auf meiner Abschlussfahrt bin ich aus Rovinj nicht wirklich raus gekommen ;)), 2006 und 2007 schon zur Genüge gemacht, und neue antike Ausgrabungsstätten und malerische Altstädte wurden in neuester Zeit nicht mehr gebaut.

Also hängen wir halt noch die Ausbildung zum AOWD hinten dran, kann ja nicht schaden :D . Dazu brauchte ich, zusätzlich zum OWD, fünf Speciality-Tauchgänge. Hier kamen bei mir die folgenden 5 Tauchgänge zustande:

  1. Orientierung – In der Hausbucht einsteigen, die Boje anvisieren und möglichst weit vom Sepp, Michael und Mane wegschwimmen…Sepp und Michael konnte ich gleich zu Anfang durch einen Haken nach Rechts abhängen. Nur Mane konnte ich trotz höchstem Tempo nicht abhängen. Das ich die Boje schön links hab liegen lassen und ich quasi schon fast drüben in Venedig war (soll doch auch ein schöne Städtchen sein?) und ich auch beim Rückweg (zumindest nur knapp) daneben lag hat Mane nicht darin gehindert mir den Tauchgang als bestanden anzuerkennen. Wahrscheinlich hatte er nur keine Lust nochmal soweit hinter mir herhetzen zu müssen :rolleyes: .
  2. Deep – Hier waren wir wieder in Koversada und sind auf 29,7 Meter abgetaucht. Da das ganze an der Steilwand schön runter auf ca. 24 m geht (oder wie weit war das @Mane?) mussten wir nur noch den Rest über die weite Sandfläche runtergleiten. Bei 29 Metern haben wir dann einmal unsere Hand möglichst weit in den Sand gesteckt, damit der Tauchcomputer die 29,7 Meter erreicht hat (so ist es zumindest geloggt).
  3. Trarierung in Perfektion – Wieder ging es in der Hausbucht raus zur Boje. Diesmal haben wir die Boje auch sofort gefunden (wenn man weiß wies geht :whistling: ) und hier haben Sepp und ich uns am Boden austrariert, so das wir (mit den Flossen am Boden) knapp über dem Boden schweben. Hier haben wir nur über das Volumen unserer Lunge unsere Trarierung kontrolliert und durften uns dann 1 kg Blei hin und hergeben. Anschließend wurden wir von Michael zum menschlichen Bouncingball austrariert…eine sehr interessante Erfahrung…
  4. Nachttauchen – Als vierte Speciality kam der Nightdive in der Hausbucht dran. Ausgestattet mit Lampen machten wir uns bei Sonnenuntergang auf den Weg ins Wasser. Da am gleichen Abend auch das Halbfinale der Championsleague (Bayern gegen Barca, Endergebnis 4 – 0 :thumbsup: ) war man doch ein wenig hin- und hergerissen…gerade wo am Vorabend schon Dortmund sich sensationell die Chance auf das Finale erspielt hatte. Da wir aber angetreten waren, um den AOWD zu holen, stürzten wir uns in die dunklen Fluten. Neben ein paar Sepia und einer Flunda (die war doch da, oder?) konnten wir auch hier wieder KEINE Seepferdchen sehen…jetzt also in 6 von 6 Tauchgängen in der Bucht ohne Seepferdchen X( !
      
  5. Bootstauchen – Eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön…da das so ist, haben wir uns am Donnerstag auf den alten Fischerkahn begeben. Mit diesem sind wir raus nach Stureg und Sveta Ivan um die letzte Speciality für unseren AOWD zu holen. Bei ruhiger See schipperten wir gemütlich raus und an Rovinj vorbei und meisterten auch diese Prüfung gekonnt mit unseren Tauchlehrern. Auf dem Rückweg konnten wir in der Ferne sogar Delphine sehen, auch wenn sie nicht wirklich näher kommen wollten.

Nach diesen Tauchgängen waren wir also nun Adavanced Open Water Diver [an 11]

Vielen Dank nochmal natürlich an meine Tauchlehrer Mane und Michael sowie an meinen Tauchbuddy Sepp und seine Elfriede (leider nicht auf dem Bild)!

Der nächste und letzte Punkt auf der Tagesordnung war dann nur noch die Tauchertaufe im Pizza 2000! Aber hierzu gibt es ja schon genug Fotos im Forum, damit Ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt was auf euch zukommt [an 02]
Bilder dazu gibt es hier: Tauchertaufe Sepp und Max

Das Erste Mal untertauchen…

Liebes Logbuch,

Am nächsten Tag war es dann soweit, wir durften ins Wasser. Wir, das waren die beiden Tauchlehrer Mane und Michael, der zweite Tauchschüler Sepp und ich. Nach den ersten Theorieprüfungen ging es über zur Schulung wie wir unsere Tauchausrüstung vorbereiten und anlegen, sowie was wir dabei unbedingt vermeiden sollten (stehende Flasche, Sachen Abends draussen vergessen, dem Tauchlehrer widersprechen [g109] …). Hier muss ich sagen, alles TOP erklärt. Ich hab sogar letzte Woche bei meinem ersten Tauchgang nach Vrsar noch fast alles richtig gemacht ;).

Hier startete also unsere langwierige Ausbildung zum PADI Open Water Diver mit seinen Höhen (meistens beim unbeabsichtigten aufplopen an die Oberfläche) und Tiefen (wenn es danach ungebremst wieder auf den Grund ging). Aber trotz dieser Aufs und Abs war am Dienstag nach unserem Tauchgang in Koversada auf 18 m (fast) alles OK!

Ich kann zumindest behaupten, dass ich mir an dem Kurs die Zäne ausgebissen habe [w28]
Ich hatte übrigens trotz der großen Versprechen von Mane kein einziges Seepferdchen gefunden. Dafür durfte Sepp schon früh die Bekanntschaft mit der Seegurke Elfriede beginnen…