Vrsar im August 2013

Liebes Logbuch,
Bevor es morgen auf zum nächsten Abtauchen geht, wollte ich zumindest mal mit einem Eintrag über den Vereinsausflug im Sommer angefangen haben.

Tag 1:

Den Startpunkt der Reise setzen wir einfach mal an den Friedhof in Piding, zirka 3 Uhr in der Früh. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon 2 Stunden fahrt und einen Hamburger bei Burger King hinter mir, aber zu dieser Zeit habe ich mich mit Sepp auf den Weg gemacht. Die Reise ging ohne Verkehrsstaus und sonstige Vorkommnisse gemütlich durch, so das wir kurz vor 9 in Vrsar durch den Campingplatz zur Starfish kurvten.
Hier konnten wir unseren ersten Reisegefährten begrüßen: der arme kleine Rob saß alleingelassen an der Basis und schmökerte in einem Buch. Zugehörigkeit und Name konnten wir schnell am neuen Vereinsoutfit erkennen :D
Pünktlich wie immer erschien dann auch Mane und der Rest der Gruppe (die halbe Stunde Verspätung nutzten wir einfach zum Einchecken in die Basis und das Begrüßen der bekannten Gesichter aus dem Mai) und bereiteten uns auf den ersten Checkdive in der Hausbucht vor.
Nachdem Mane schon am Vortag sein erstes Pferdchen entdeckt hatte wurden wir auch bei meinem ersten Tauchgang fündig. Was mir so im Nachhinein noch einfällt, die Pferdchenbiere schulde ich dir noch, Mane :D! Bekommst dann morgen nach dem Flußtauchen deine beiden Dekobiere (So, das hab ich natürlich auch wieder vergessen ;) dafür hab ich allen anderen ein Bier gebracht…). Aber wieder zurück zum ersten Tauchgang. Hier konnte ich meine eigene Ausrüstung nach dem Walchensee auch mal im Salzwasser testen. Sepp hatte mit seinem Lungenautomat nicht ganz soviel Erfolg und musste auf einen Regler der Basis zurückgreifen. Mein Shorty konnte mich auch überzeugen, es ist einfach einfach den Shorty anzuziehen und man schwitzt an Land nicht gleich so wie im Halbtrockenanzug. Um wieder zum Pferdchen zu kommen, das war natürlich das Highlight des Tauchgangs. Neben dem Pferdchen war es schön auch mal wieder im wärmeren Wasser zu tauchen und die sonst etwas kargere Fauna des Mittelmeers zu begutachten.
Meine Kamera hab ich dann nach dem Mittagessen beim Schnorcheln das erste Mal ausprobiert. Und für die 100 € bei eBay macht die Kamera doch ganz ordentliche Bilder. Beim Schnorcheln ging es mehrmals durch Fischschwärme. Danach ging es raus zu unserem ersten Bootstauchgang. Hier ging es an die Römerbucht. Die Sicht war eher Solala und durch Staubwand auf der einen und Strömung auf der anderen Seite waren wir nach 30 Minuten auch schon wieder am Boot.

Nach dem Tauchgang ging es dann mal für Sepp und mich zum Einzug ins Zimmer. Da im eigentlich gebuchten Hotel Petalon schon alle Plätze unserer Kategorie vergeben waren, wurden wir ins Belvedere umquartiert, was jetzt nicht wirklich ein Nachteil ist. Toller Blick vom Balkon, der sich besonders am Samstag auszahlen sollte :D.
Mit einer kurzen Stärkung im Pizza2000 ging es zum Tagesabschluss nochmal in die Hausbucht zum Nachttauchgang. Hier fanden wir wieder ein Seepferdchen, Congar Aale (kleine freischwimmend, große in Höhlen), Sepia, Seespinnen, Krebse und Garnelen. Ich hatte am Anfang die Fluo-Lampe von Mane bei mir, nur mit der großen Gruppe war es schwer die Wirkung des Schwarzlichts vollkommen auszunutzen. Deswegen verweise ich hier einfach mal auf die Bilder von Barbara und Matthi, die sich die Lampe für Freitag dann ausgeliehen hatten. Nach dem Tauchgang und dem obligatorischen Dekobier gingen wir dann erschöpft ins Bett um für den nächsten Tag wieder Energie zu sammeln…

Tag 2:

Der nächste Tag begann mit dem Besuch der Nackerden in Koversada. Im Vergleich zum Frühjahr war hier deutlich schlechtere Sicht, so dass der Tauchgang nicht wirklich aufregend war. Die Aussicht über Wasser war jetzt auch nicht so prickelnd, dass diese erwähnenswert wäre.
Mittags ging es wieder zum Schnorcheln und am Nachmittag ging es raus mit dem Boot nach Lunga. Hier hatten wir wieder bessere Sicht als in Koversada, aber auch hier lies die Auswahl an Fischen doch noch viel Luft nach oben.

Tag 3:

Am letzten Tauchgang stand wieder einiges auf dem Programm. Angefangen mit zwei Buchttauchgängen mit Navigationsübungen (beim nächsten mal tauchen wir Rob besser nicht mehr hinterher ;D) konnte ich mein erstes eigens gefundenes Seepferdchen in mein Logbuch schreiben…strike! Das sind wirklich tolle Viecher, auch wenn sie wahnsinnig schwer zu finden sind. Dann hatten wir noch ein tolles Tier, ein Seehaserl :D (nicht dich, Liza, auch wenn du natürlich auch toll bist :rolleyes: !) von dem ich auch ein schönes Video gemacht habe.

Nachmittags ging es dann raus zur Insel Banjole wo es schöne Bögen zum durchtauchen und eine Höhle ins innere der Insel gibt, wirklich ein toller Tauchplatz. Von den beim Anlegen massig anwesenden Qualen konnte ich nachher zumindest noch von einer ein Bild machen. Die schauen schon auch irgendwie toll aus :D
Zum Abschluss des Tages und des Tauchurlaubs ging es noch zum Nachttauchen, wo wir wieder Congar Aale, Sepias und sogar ein paar Hummer entdeckten. Nur das mit dem Ziel finden hat der Sepp am Ende nicht mehr ganz so hinbekommen, bei den Booten wären wir doch ein wenig falsch gewesen ;).

Tag 4:

Zum letzten Tag gibt es nicht mehr viel zu sagen, außer das dieser länger als geplant war. Mit stolzen 12 Stunden von Vrsar bis nach Huglfing (auf der Hinfahrt waren es glaub ich mit Pause nur 6 Stunden?) werde ich wohl wieder wie bisher die Hauptsaison meiden. Vrsar war trotzdem wieder ein toller Urlaub und ich hab wieder einige tolle Menschen getroffen! Ich hoffe ich sehe davon wieder einige im Mai in Vrsar?

Von links: Mane, Sepp, Seehaserl, Rob (der große hinten), Schlumpf, Ich und Uwe…auf ein neues!